
Die Geschichte des Erdapfels
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Die Geschichte der Erdäpfel begann schon lange vor der Inka-Zeit. Funde aus der Zeit um 400 v. Chr. an den Ufern des Titicaca-Sees in Bolivien und an der peruanischen Küste zeugen von der Existenz der Erdäpfel. Diese frühen Erdäpfel hatten die Größe einer Nuss oder eines kleinen Apfels und waren rot bis goldgelb oder blauschwarz gefärbt. |
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Mitte des 16. Jahrhunderts fanden Erdäpfel durch spanische Eroberer den Weg nach Europa. Nicht nur Botaniker und Wissenschafter waren
von dieser neuen Pflanze begeistert, sondern auch die Regierungen in Europa interessierten sich zusehends für die Erdäpfel. Sie versuchten die Bauern zu überzeugen, diese kostbare Frucht anzubauen, da ständig Hungersnöte und Kriege drohten.
Mitunter musste zu drastischen Mitteln gegriffen werden, um die Bauern, die die Erdäpfel für giftig und für die Verursacher von Syphillis und Lepra hielten, zum Anbau zu bewegen. König Friedrich von Preußen verordnete 1756 im berühmten "Erdäpfelbefehl" den Bauern den Anbau der Knolle, um Hungersnöte zu verhindern, doch musste er drohen, die Nasen und Ohren jener abzuschneiden, die dieser Verordnung nicht nachkamen, um sich durchzusetzen.
In Österreich sollen es zwei Priester gewesen sein, die die Bauern davon überzeugen konnten, die kostbare Frucht anzubauen. Immer öfter wurde der Erdapfel für den Eigenbau gepflanzt und entwickelte sich so zu einem wichtigen Volksnahrungsmittel. Der Erdapfel ist heute das Grundnahrungsmittel von zwei Dritteln der Weltbevölkerung und die drittwichtigste Nahrungspflanze.
Es gibt weltweit einige tausend verschiedene Sorten, von denen aber nur ein kleiner Teil regelmäßig angepflanzt wird. Das internationale Erdäpfelzentrum in Peru verfügt über die größte genetische Datenbank mit 3694 Sorten. Die amerikanische Erdäpfelvereinigung erkennt etwa 4000 Sorten an.
Nährwert
Die Kartoffel ist weltweit der wichtigste Lieferant von Vitamin C. Etwa 75% der Kartoffel bestehen aus Wasser, und ein großer Teil des Rests, nämlich 17% aus Stärke oder Kohlehydraten. Kartoffeln enthalten weiters 2,1% Protein, 1,3% Ballaststoffe, Vitamin C, beinahe kein Fett, jedoch andere wichtige Spurenelemente wie Folsäure, Kalium und Eisen.


